Das Haus hat Funklöcher
Der Router steht im Keller oder im Technikraum, oben und im Garten kommt nichts an. Zwei Repeater haben es schlimmer gemacht, weil die Geräte nicht zurückwechseln. Wir tauschen Flickwerk gegen ein geplantes Netz.
WLAN-Planung · Oberösterreich
Repeater vom Provider, Mesh-Set aus dem Elektromarkt, trotzdem hängt das Video im Obergeschoss? Ein Einfamilienhaus mit zwei Ebenen und Garten braucht drei Access Points am Netzwerkkabel, einen Controller, der alle Geräte als ein Netz führt, und jemanden, der die Positionen vorher ausleuchtet. Genau das mache ich: Planung vor Ort, TP-Link Omada als System, Einrichtung inklusive Gästenetz und Kindersicherung. Komplett ab 1.550 €, Planung plus Hardware zum Selbstmontieren ab 720 €.
Der Router steht im Keller oder im Technikraum, oben und im Garten kommt nichts an. Zwei Repeater haben es schlimmer gemacht, weil die Geräte nicht zurückwechseln. Wir tauschen Flickwerk gegen ein geplantes Netz.
Jetzt ist der günstigste Moment für Netzwerkdosen an den richtigen Stellen. Ich plane die Positionen für Decken- und Wand-Access-Points, damit später kein Kabel sichtbar liegt.
Wärmepumpe, Wechselrichter, Kameras und Home Assistant hängen alle im Netzwerk. Feste Adressen, ein eigenes Netz für Haustechnik und ein Gästenetz gehören bei mir zur Einrichtung dazu.
Draufsicht auf ein Erdgeschoss mit 14 Bereichen. Links der typische Zustand: ein Router im Technikraum, der durch fünf Wände bis ins Wohnzimmer funken soll. Rechts die Planung: Decken-Access-Point im Wohnbereich, flacher Wand-Access-Point in der Garderobe für die Schlafzimmer, Outdoor-Access-Point an der Terrasse. Die Farben zeigen die erwartete Signalstärke je Raum.
Heatmap als Anschauungsmodell mit vereinfachter Wanddämpfung, Werte in dBm wie bei einer Messung. Die echte Ausleuchtung messe ich vor Ort in jedem Raum, bevor eine Dose gesetzt wird.
Ein Repeater spannt ein eigenes Funknetz auf und leitet alles per WLAN zum Router zurück. Jeder Sprung halbiert die Bandbreite, und ein Handy, das einmal am schwachen Repeater hängt, wechselt von selbst nicht mehr zum stärkeren Gerät. Mesh-Sets aus dem Elektromarkt lösen das Wechseln besser, funken den Rückweg aber weiterhin durch dieselben Wände, die das Problem verursachen.
Die Lösung ist unspektakulär: Access Points am Netzwerkkabel, versorgt über Power over Ethernet, verwaltet von einem Controller. Jeder Access Point liefert volle Leistung, alle senden dasselbe Netz, und der Controller schiebt die Geräte aktiv zum jeweils besten Sender. Genau so bauen Hotels und Schulen ihr WLAN, nur kleiner.
| Haus | Empfehlung |
|---|---|
| Wohnung oder Bungalow bis 120 m² | 1 Access Point zentral, bei Massivwänden 2 |
| Zwei Ebenen (EG + OG oder Keller) | 1 Access Point je Ebene |
| Drei Ebenen | 3 Access Points, Positionen versetzt |
| Garten, Terrasse, Pool, Garage | + 1 Outdoor-Access-Point (IP65) |
| Mehrparteienhaus, Einliegerwohnung | Wand-Access-Point je Wohnung, getrennte Netze |
Massivdecken aus Beton zählen wie eine Wand. Holzdecken und Leichtbauwände sind gnädiger, dann reicht manchmal ein Gerät für zwei Ebenen.
Omada ist die Business-Linie von TP-Link: Router, PoE-Switch, Controller und Access Points aus einer Familie, über eine Oberfläche verwaltet, ohne Abo. Preislich liegt es kaum über einem guten Mesh-Set, technisch ist es eine andere Liga. Beispielgeräte, mit denen ich ein Einfamilienhaus ausstatte:
TP-Link Omada EAP653 · Wi-Fi 6, AX3000
Flache Scheibe an der Decke, strahlt gleichmäßig nach allen Seiten. Für offene Wohn- und Essbereiche, Flure und große Räume. Strom über das Netzwerkkabel (PoE).
Richtpreis Hardware ca. 89 € inkl. USt · Alternative EAP670 (AX5400) ca. 155 €
TP-Link Omada EAP615-Wall · Wi-Fi 6, AX1800
Sitzt in einer normalen Unterputzdose statt einer Abdeckung, kaum größer als ein Lichtschalter. Für Schlafbereiche, Kinderzimmer, Büro, Einliegerwohnungen. Drei Netzwerkbuchsen für TV, Konsole oder Schreibtisch inklusive.
Richtpreis Hardware ca. 70 € inkl. USt
TP-Link Omada EAP603-Outdoor · Wi-Fi 6, AX1800, IP65
Wetterfest bis minus 30 Grad. An der Terrassenwand oder am Carport montiert deckt er Garten, Pool und Einfahrt ab, damit Kameras, Robotermäher und Handy draußen im selben Netz bleiben.
Richtpreis Hardware ca. 115 € inkl. USt
TP-Link Omada OC200
Hält alle Access Points als ein Netz zusammen: eine Oberfläche, unterbrechungsfreies Wechseln zwischen den Geräten, Gästenetz, Statistik. Läuft lokal, kein Abo. Alternativ als Software auf einem vorhandenen Rechner.
Richtpreis Hardware ca. 89 € inkl. USt
TP-Link Omada ER605 · Gigabit, VPN
Übernimmt Router-, Firewall- und DHCP-Funktion vom Provider-Gerät, trennt Haustechnik, Familie und Gäste in eigene Netze und bietet VPN-Zugang von unterwegs ohne fremde Cloud.
Richtpreis Hardware ca. 53 € inkl. USt
TP-Link Omada TL-SG2210P · 8× Gigabit PoE+, 2× SFP
Versorgt alle Access Points, Kameras und die Türklingel über das Netzwerkkabel mit Strom. Kein Netzteil am Montageort, keine Steckdose neben dem Access Point.
Richtpreis Hardware ca. 105 € inkl. USt · 150-W-Variante SG2210MP ca. 153 €
Preise: österreichischer Fachhandel, Stand 21.08.2026, ohne Gewähr. Im Angebot stehen die tagesaktuellen Preise.
Richtpreise inklusive 20 % Umsatzsteuer für ein Einfamilienhaus mit zwei Ebenen und Garten. Den Festpreis bekommst du nach dem Termin vor Ort.
Planung, Hardware, Montage, Einrichtung, Übergabe
Für alle, die selbst montieren wollen
Access Points mit Netzwerkkabel. Mesh-Systeme funken den Rückweg zum Router über WLAN und halbieren dabei die Bandbreite pro Sprung. Ein Access Point am Kabel liefert in jedem Stockwerk die volle Leistung, und mit einem Controller wechseln Handy und Laptop unterbrechungsfrei zwischen den Geräten.
Als Faustregel ein Access Point je Ebene bis etwa 120 m², bei Massivdecken zwingend. Für Garten und Terrasse kommt ein Outdoor-Access-Point dazu. Für ein typisches Einfamilienhaus mit Keller, Erdgeschoss, Obergeschoss und Garten sind das drei bis vier Geräte.
Komplett mit Planung, Router, PoE-Switch, Controller, drei Access Points, Netzwerkdosen, Patchpanel und Einrichtung ab 1.550 € inklusive Umsatzsteuer. Nur Planung und Hardware zum Selbstmontieren ab 720 €. Nicht enthalten ist das Verlegen der Kabel durch den Elektriker.
Nein. Der Omada-Controller läuft als kleines Gerät (OC200) oder als Software im Haus. Er verwaltet alle Access Points über eine Oberfläche, ohne laufende Kosten. Fernzugriff über die Omada-Cloud ist optional und kostenlos.
Er bleibt als Modem im Haus und gibt Router- und WLAN-Funktion an den Omada-Router ab. Repeater und Extender werden abgebaut, weil sie nach der Umstellung mehr stören als helfen.
Ja, ein Netzwerkkabel bis zum Montageort, über das der Access Point auch seinen Strom bekommt (PoE). Bei Sanierungen nutzen wir vorhandene Leerrohre, bei Neubauten planen wir die Dosen gleich an der richtigen Stelle ein.
Schreib mir kurz, wie dein Haus aufgebaut ist: Stockwerke, Bauweise, wo der Router steht, was heute nicht funktioniert. Ich melde mich innerhalb von zwei Werktagen mit einer ersten Einschätzung.