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Ratgeber

Loxone Miniserver Gen 1: weiter nutzen, tauschen oder ergänzen?

Partner weg, PV und Wallbox nicht dran: kein Notfall. Nur die Projektdatei solltest du bald sichern lassen.

Von Ing. Thomas Basting, September 2026, 5 Minuten Lesezeit

Kurzfassung
  • Der Gen 1 läuft weiter, solange die Hardware hält. Neue Funktionen bekommt er seit dem Gen 2 von 2019 nicht mehr.
  • Zwei Wege: Home Assistant daneben für Energie und neue Geräte, oder Umstieg auf den aktuellen Miniserver.
  • Vorher immer: Projekt sichern und Anlage dokumentieren.

Deine Anlage ist nicht kaputt

Der Miniserver arbeitet lokal, ohne Cloud und Abo. Licht, Beschattung und Heizung laufen morgen wie heute. Das Risiko ist die Hardware: Fällt sie nach vielen Jahren aus, wird ohne gesicherte Projektdatei komplett neu programmiert.

Zeitstrahl: Gen 1 kommt ins Haus, 2019 löst der Gen 2 ab, seither keine neuen Funktionen, heute läuft die Anlage weiterdamalsMiniserver Gen 1 kommt ins Haus2019Miniserver Gen 2 löst Gen 1 abseitherkeine neuen Funktionen für Gen 12026heute: Anlage läuft weiterAnlage läuftohne neue Funktionen
Wo dein Miniserver heute steht.

Woran du merkst, dass der Gen 1 an seine Grenze kommt

Keines davon ist ein Defekt.

  • Neue Geräte bleiben draußenFür Wallbox, Wärmepumpe oder neue Taster fehlen Bausteine oder der Zugang zu Loxone Config.
  • App-Funktionen fehlenDie aktuelle Loxone-App zeigt Dinge, die dein Miniserver nicht kann.
  • Energie lässt sich nicht abbildenPV-Überschuss, Speicher und Wallbox brauchen die Energiebausteine des aktuellen Miniservers.
  • Ersatzteile werden knappErsatz ist immer ein aktueller Miniserver, und der braucht das gesicherte Projekt.
Die aktuelle Loxone-App auf Handy, Tablet, Autodisplay und Uhr
Die aktuelle Loxone-App. Nicht alles davon kann ein Gen 1.

Was du in der App selbst kannst

Zeiten, Szenen und Solltemperaturen sind Einstellungen der Bausteine, keine Programmierung. Dafür brauchst du keinen Partner.

Selbst in der Loxone-App

  • Zeiten für die Beschattung
  • Lichtszenen
  • Solltemperatur je Raum
  • Abwesenheit und Urlaubsmodus
  • Verhalten der Jalousien bei Sonne

Nur mit Loxone Config

  • Neue Geräte und Räume
  • Geänderte Logik
  • Wallbox oder Wärmepumpe anbinden
  • Ersatz eines Miniservers

Dafür braucht es Projektdatei und Admin-Zugang.

Loxone-App mit Favoriten
Bei der Übernahme zeige ich dir die Stellschrauben.

Zwei Wege, die weiterführen

Vorher immer: Projekt laden, sichern, dokumentieren. Fehlen nur Doku und ein paar geänderte Zeiten, reicht die Übernahme ohne Umbau.

Weg A

Gen 1 bleibt, Home Assistant daneben

Loxone macht weiter Licht, Beschattung und Raumregelung. Home Assistant übernimmt Wechselrichter, Wärmepumpe, Wallbox, Speicher, Matter- und Zigbee-Geräte, verbunden über meine Loxone-Integration.

Passt, wenn Energie das Thema ist und Loxone sonst bleiben soll.

Weg B

Umstieg auf den aktuellen Miniserver

Verkabelung, Extensions und Air-Komponenten bleiben. Ich migriere das Projekt, prüfe jeden Baustein und nehme die Anlage wieder in Betrieb, danach mit aktueller App und Energiebausteinen.

Passt, wenn das Haus bei Loxone bleibt. Umsteigen, bevor der Gen 1 ausfällt.

Offener Verteiler mit Loxone Miniserver Gen 1, KNX-Aktoren, DALI und vielen Leitungen
Gen 1 mit KNX und DALI, Bezirk Kirchdorf. Zur Referenz

Mehr: Loxone planen, programmieren, nachbetreuen und Loxone oder Home Assistant.

So sieht Gen 1 mit Home Assistant daneben aus

Grün bleibt alles, was heute läuft, bis zum letzten Taster. Blau kommt dazu. Die Integration verbindet beide im Hausnetz, Licht und Beschattung aus Loxone erscheinen auch in Home Assistant.

Architektur: Miniserver Gen 1 mit Extensions und Tastern bleibt, Home Assistant daneben bindet Wechselrichter, Wärmepumpe, Wallbox und neue Geräte einBestand, bleibtMiniserver Gen 1Loxone, seit Jahren im VerteilerExtensions im VerteilerTasterLichtBeschattungHeizung undRaumregelungLoxone-Integration, lokal im HausnetzNeu, kommt dazuHome Assistantkleiner Rechner, lokal im HausApp und Dashboard am HandyWechselrichterund SpeicherWärmepumpeWallboxMatter- undZigbee-Geräte
  • Bestand, bleibt
  • Neu, an Home Assistant
  • Hausnetz
Lokal, ohne Cloud und ohne Portfreigabe im Router.

Kein Selbstbau: Home Assistant mit Backups, Fernzugriff über Tailscale und Geräten über die lokale Herstellerschnittstelle, Cloud nur als letzte Wahl. Mehr unter Home Assistant vom Profi und PV-Überschuss richtig nutzen.

So läuft es ab

Schritt eins gilt für jeden Weg, zwei bis vier für Weg A.

  1. BestandsaufnahmeProjekt laden, sichern, Extensions und Bausteine dokumentieren.
  2. Home Assistant aufsetzenKleiner Rechner im Technikraum, Backups, Fernzugriff.
  3. Integration verbindenRäume, Licht und Beschattung erscheinen in Home Assistant.
  4. Neue Geräte anbindenWechselrichter, Wärmepumpe, Wallbox, Matter und Zigbee, dazu die Überschusslogik.
  5. ÜbergabeDashboard, Einweisung in beide Apps, Dokumentation.
Technikraum mit Stromspeicher und Wechselrichter an der Wand
Bei Weg A kommen Wechselrichter und Speicher direkt in Home Assistant.

Bei Weg B werden Schritt zwei bis vier zu einem: migrieren, tauschen, in Betrieb nehmen, am besten vor dem Ausfall. Mehr: Smart Home nachrüsten, bei KNX Alte KNX-Anlage modernisieren.

Was du vor dem Termin bereitlegen solltest

  • Admin-Zugang zum Miniserver, damit lädt sich das Projekt direkt.
  • Projektdatei aus Loxone Config, oft auf USB-Stick oder in einer Mail.
  • Foto vom Verteiler mit Extensions, Ein- und Ausgängen.
  • Air-Komponenten: Funktaster, Sensoren, Aktoren.
  • Wunschliste mit Hersteller und Typ.
  • Verteiler- oder Stromlaufplan vom Elektriker.
Loxone Nano IO Air in einer geöffneten Feuchtraum-Abzweigdose
Air-Komponenten wie diese Nano IO Air gehören auf die Liste.

Für die erste Anfrage brauchst du nichts davon.

Was kostet die Übernahme eines Miniservers Gen 1?

Erster Schritt ist der Smart-Home-Check vor Ort, anrechenbar auf den Folgeauftrag. Danach bekommst du einen Festpreis für Übernahme, Umstieg oder Home Assistant daneben. Ich arbeite als Loxone-Partner in Wels-Land, Vöcklabruck, Grieskirchen und Linz-Land.

Links ein Miniserver Gen 1 im Verteiler einer übernommenen Anlage, rechts der aktuelle Loxone Miniserver
Links ein Gen 1 in einer übernommenen Anlage, rechts der aktuelle Miniserver (Bild: Loxone). Beim Umstieg bleiben Verkabelung und Extensions.

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Häufige Fragen

Muss ich den Miniserver Gen 1 tauschen?

Nein, nicht sofort. Der Miniserver Gen 1 läuft lokal weiter, solange die Hardware hält. Er bekommt nur keine neuen Funktionen mehr. Ein Tausch ist sinnvoll, wenn du die aktuelle App und die neuen Energiefunktionen willst oder wenn das Gerät nach vielen Jahren an sein Ende kommt.

Bekommt der Miniserver Gen 1 noch neue Funktionen?

Nein. Der Gen 1 ist seit 2019 durch den Miniserver Gen 2 abgelöst, und neue Funktionen der Loxone-Software kommen für ihn nicht mehr. Was programmiert ist, bleibt erhalten. Neue Bausteine, etwa für das Energiemanagement, gibt es nur mit dem Gen 2.

Mein Loxone-Partner ist nicht mehr erreichbar. Kannst du die Anlage übernehmen?

Ja. Ich lade das Projekt vom Miniserver, sichere es, dokumentiere die Anlage und setze deine Wünsche um. Du bekommst vorher eine Aufwandschätzung. Danach zeige ich dir, was du in der Loxone-App selbst einstellen kannst, damit du für Zeiten, Szenen und Temperaturen niemanden brauchst.

Kann ich PV und Wallbox an den alten Miniserver anbinden?

Nur eingeschränkt, weil die aktuellen Energiefunktionen von Loxone für den Gen 1 nicht mehr kommen. Zwei Wege führen weiter: der Umstieg auf den Miniserver Gen 2, bei dem Verkabelung und Extensions bleiben, oder Home Assistant daneben, das Wechselrichter und Wallbox direkt anbindet und Loxone über meine Integration mitnimmt.

Was ist, wenn ich kein Admin-Passwort mehr habe?

Dann lässt sich das Projekt nicht vom Miniserver laden. Zuerst frage ich beim früheren Partner oder Elektriker nach Zugang oder Projektdatei, oft liegt sie noch irgendwo. Erst wenn beides nicht zu bekommen ist, bleibt ein Zurücksetzen mit Neuprogrammierung. Das ist der aufwendigste Fall, deshalb lohnt sich die Suche.

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