- Beton und Ziegel schlucken das Signal, Stahlbeton am meisten. Im Obergeschoss und im Garten kommt kaum etwas an.
- Repeater und Mesh ohne Kabel funken durch dieselbe Decke zurück, halbieren die Bandbreite und halten Geräte am schwachen Sender fest.
- Im Massivbau hilft ein Access Point je Ebene am Kabel plus einer für den Garten. Bei Holzdecken reicht oft ein guter Router in der Hausmitte.
- Fertige Sets ab 549 €, Montage vor Ort nach Angebot.
- Beton und Ziegel
- Balken am Handy
- Repeater und Mesh
- Access Points am Kabel
- Die Bausteine
- Faustregel
- Selbstdiagnose
- Kosten
- Häufige Fragen
Warum Beton und Ziegel das Signal schlucken
WLAN verliert an jeder Wand Energie. Gipskarton und Holz nehmen wenig, Ziegel deutlich mehr, und eine Stahlbetondecke wirkt mit ihrer Bewehrung wie ein Gitter. In Oberösterreich ist das der Normalfall, und der Provider-Router steht meist im Keller. Das schnelle 5-GHz-Band leidet dabei stärker als das 2,4-GHz-Band.
Was die Balken am Handy bedeuten
Analyse-Apps zeigen die Signalstärke in dBm, das Handy zeigt Balken. Ab etwa -75 dBm ruckeln Videos, darunter reißt die Verbindung ab.
Stark-40 bis -62 dBm
Drei bis vier Balken. Video, Videoanruf und Cloud-Backup laufen.
Mittel-62 bis -75 dBm
Zwei Balken. Videos ruckeln, das Handy wechselt gern ins Mobilfunknetz.
Schwachunter -75 dBm
Ein Balken oder keiner. Die Verbindung bricht ab: das Funkloch.
Repeater und Mesh: der Rückweg bleibt Funk
Ein Repeater empfängt das Signal und sendet es über dieselbe Funkstrecke noch einmal. Hinter jedem Sprung bleibt höchstens die halbe Bandbreite, und er steht meist dort, wo das Signal schon schwach ist. Ein zweiter Repeater löst das nicht.
Repeater
Geräte kleben am Repeater, auch wenn du neben dem Router stehst. Reicht für einen Randraum hinter einer Holzdecke.
Mesh ohne Kabel
Die Stationen schieben das Handy zum stärkeren Sender, der Rückweg bleibt aber Funk durch die Decke. Bei Ziegel und Holz brauchbar, bei Stahlbeton meist abgeschnitten.
Fast alle Mesh-Sets gehen auch per Kabel. Wer es ohnehin legt, bekommt für ähnliches Geld ein System, das dafür gebaut ist.
Access Points am Kabel: ein Router gegen drei Access Points
Ein Access Point ist ein reiner WLAN-Sender am Netzwerkkabel und bekommt darüber auch den Strom (PoE). So liefert er in seinem Stockwerk volle Leistung, egal wie dick die Decke ist. Ein Controller lässt alle als ein Netz senden, das Telefonat läuft vom Obergeschoss bis in den Garten.
Provider-Router gegen Decken-, Wand- und Outdoor-Access-Point, zum Umschalten antippen. Anschauungsmodell: Die echten Positionen planen wir per Videocall an deinem Grundriss, ein Termin vor Ort ist optional. Schick mir deinen Grundriss.
Die Bausteine: TP-Link Omada
Ich arbeite mit Omada, der Business-Linie von TP-Link: alle Geräte aus einer Familie, lokal verwaltet, ohne Abo und Cloud-Zwang. Der Provider-Router bleibt als Modem.

Decken-Access-Point
Flache Scheibe für offene Wohnbereiche und Flure.

Wand-Access-Point
In der Unterputzdose, mit Netzwerkbuchsen für TV oder Schreibtisch.

Outdoor-Access-Point
Wetterfest an Hauswand oder Carport, für Garten, Terrasse und Pool.

Controller
Führt alle Access Points als ein Netz, lokal, mit Gästenetz.

Router
Trennt Haustechnik, Familie und Gäste in eigene Netze.

PoE-Switch
Versorgt Access Points, Kameras und Klingel über das Kabel mit Strom.
Preislich kaum über einem guten Mesh-Set, technisch eine andere Liga.
Faustregel: ein Access Point je Ebene, einer für den Garten
Ein Access Point je Ebene bis etwa 120 m², bei Betondecken zwingend. Das Kabel läuft in Leerrohre, über Dachboden oder Keller; verlegen macht der Elektriker, die Positionen plane ich im Grundriss. Ein Decken-Access-Point in der Mitte erreicht die Randräume durch ein bis zwei Ziegelwände.
| Haus | Access Points |
|---|---|
| Wohnung, Bungalow oder Holzdecken bis 120 m² | Oft keiner: ein guter Router per Kabel in die Mitte des Hauses |
| Zwei Ebenen mit Betondecke | 2, je Ebene einer, jeweils mittig platziert |
| Keller, Erdgeschoss, Obergeschoss | 3, im Keller reicht oft die Nähe zum Netzwerkschrank |
| Terrasse, Garten oder Pool dazu | plus 1 Outdoor-Access-Point |
Technik-Details: Repeater, Mesh und Access Points im Vergleich
| Repeater | Mesh ohne Kabel | Access Points am Kabel | |
|---|---|---|---|
| Bandbreite | Halbiert sich je Sprung | Rückweg über Funk, bei Beton stark gedämpft | Voll in jeder Ebene |
| Roaming | Geräte kleben am schwachen Sender | Gut, Stationen sprechen sich ab | Gut, vom Controller gesteuert |
| Kabel nötig | Nein | Nein, optional möglich | Ja, ein Netzwerkkabel je Access Point |
| Kosten | Gering je Gerät, oft mehrfach gekauft | Mittel, ein Set liegt nahe an Omada-Hardware | Fertiges Set ab 549 €, Montage nach Angebot |
| Für wen | Ein Randraum bei Holzdecke | Ziegel- oder Holzbau ohne Kabelmöglichkeit | Massivbau, mehrere Ebenen, Garten, Smart Home |
Mehr Sendeleistung am Router hilft nicht, es braucht den Sender in der Ebene.
Selbstdiagnose: Wo hakt es wirklich
Je klarer die Antworten, desto kleiner die Lösung. Bei Holzdecken bis etwa 120 m² je Ebene reicht oft ein guter Router, per Kabel in die Hausmitte geholt.
Router-Standort
Keller, Technikraum oder Metallschrank? Dann ist das das erste Problem.
Baustoff
Beton oder Holz, Ziegel oder Leichtbau? Bei Stahlbeton hilft nur Kabel.
Anzahl Ebenen
Ab zwei Ebenen mit Massivdecke braucht jede Ebene einen eigenen Sender.
Wo genau es hakt
Ein Randzimmer, das Obergeschoss oder der Garten? Danach richtet sich die Zahl der Access Points.
Was heute dranhängt
Repeater, Mesh und Powerline-Adapter fliegen raus, sonst stören sie das neue Netz.
Fürs Smart Home gilt das doppelt: Wärmepumpe, Wechselrichter, Wallbox und Kameras hängen im Netz, dafür richte ich feste Adressen und ein eigenes Haustechnik-Netz ein. Mehr zum Nachrüsten per Funk und zum Altbau ohne Stemmen.
Was kostet WLAN im ganzen Haus?
Omada-Sets ohne Montage: ab 549 € für zwei Ebenen, 749 € für drei Ebenen, Vorkonfiguration vor dem Versand + 299 € (inkl. USt, Stand 03.10.2026). Geplant wird per Videocall. Montage und Messung vor Ort gibt es auf Wunsch nach Angebot, die Kabel verlegt der Elektriker nach meinem Plan.

WLAN-Set, auf Wunsch eingerichtet
Ein Netz für alle Ebenen, Planung per Videocall.
Vor Ort bin ich in Wels-Land, Vöcklabruck, Grieskirchen und Linz-Land.


